Lernen Tipps

Der Lernprozess ist aus im Grundsatz sehr einfach: Nerven nehmen Reize auf, verarbeiten diese „Reiz“ Information und senden den entsprechenden Impuls an unser Gehirn. Die den Reiz auslösende Information kann unterschiedlicher Basis sein, d.h. sie kann bspw. auditiv oder visuell ausgelöst worden sein. Wie viele Informationen eingehen hängt je nach Art des Reizes ab.

Tipp 1 – das Lernumfeld bewusst auswählen

Für eine optimale Verarbeitung der eingehenden Reize, als eine möglichst gute Aufnahme von Wissen, Thema und / oder einem bestimmten Inhalt können die Bedingungen optimiert werden. Lernen kann also durch verschiedene Faktoren gefördert oder behindert werden. So beeinflussen zum Beispiel der Lernort, die Ernährung, Lernzeit, Geräuschpegel oder die Arbeitsfläche den Lernerfolg. Bei einer aufgeräumten und geordneten Arbeitsfläche mit für den Lernenden angenehmer Temperatur lässt sich – das ist wissenschaftlich bewiesen – leichter lernen. Versucht man sich dagegen in einem Park, in dem Hunde bellen oder auf dem Schulhof, einer Uni Cafeteria oder an einem anderen frequentierten Ort dauerhaft zu konzentrieren, funktioniert das Lernen nachweislich schlechter.

Tipp 2 – Stille ist Gift

Zudem nahm man in den letzten Jahren immer wieder vereinzelt an, dass Musik das Lernen negativ beeinflusst. Doch ganz im Gegenteil, wie Wissenschaftler inzwischen herausgefunden haben, fördert sie sogar aktiv den Lernprozess. Fakt ist, dass aus einer Studie mit Passanten hervorging, dass jene Probanden, die mit musikalischer Untermalung lernten, die Antworten eher abrufen konnten. Das deutet mehr als nur ein bisschen darauf hin, dass sich diese Passanten mit Musik Unterstützung die Inhalte besser merken konnten als die Testgruppe ohne Musik.

Wer Musik also beim Lernen einsetzt, sollte aber darauf achten, Musik mit einem geringen BPM-Wert, also Beats-per-Minute-Wert zu nutzen. Daher eignet sich auch Klassik mit einem BPM von 60 bis 70 optimal zum Lernen. Setzt man dagegen auf andere Genres wie Pop oder gar Deep House, dann sollten diese Titel mindestens 50 bis 80 BPM enthalten. Es bewährt sich außerdem auch, Hintergrundgeräusche z.B. aus einem gemütlichen Café mit seiner Lieblingsmusik abzuspielen, denn weder absolute Stille noch eine unangenehme Geräuschkulisse sind lernförderlich.

Tipp 3 – Playlist gibt Zeit vor

Lerntipps von Wissenschaftler beinhalten einen einfachen, aber sehr naheliegenden Hinweis. Unabhängig davon ob für eine konkrete Prüfung in der Schule oder für eine Klausur im Studium gelernt wird, der richtige Einsatz der Pausen macht Lernen erst wirklich erfolgreich. Wer also eine Playlist mit einer Dauer von maximal 2 Stunden erstellt, findet einen eigenen Lernrhythmus und wird durch die gleichmäßige „Beschallung“ nicht wiederholt in seinem aktiven Lernprozess unterbrochen. Ganz nebenbei hat die Playlist-Taktik hat auch noch einen angenehmen Nebeneffekt: Nach Ende der Playlist weiß der Lernende, dass es nun Zeit ist eine Pause einzulegen!

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